Das Klebeband-ABC

A

Abriebbeständigkeit

Die Abriebbeständigkiet ist das Maß für die Scheuerfestigkeit von Klebebändern. Es erfolgt eine Einteilung von Klasse A (gering) bis Klasse E (maximal).

Abrollkraft

Die Abrollkraft eines Klebebands beschreibt die Kraft, welche benötigt wird, um ein Klebeband von der Rolle abzuziehen. Hierbei ist zu beachten, dass die sogenannte Abrollkraft vom beschichteten Klebstoff sowie vom Trägermaterial abhängig ist. Die Maßeinheit für die Abrollkraft nach der zu suchen ist, lautet N (Newton). Weitere Informationen zur Abrollkraft unserer Klebebänder und in wie weit sie von Hand abrollbar sind oder eher für Klebebandmaschinen geeignet sind, erfahren Sie mit Hilfe unserer Produktanfrage.

Acrylat-Kleber, Acrylkleber

Acrylatkleber können in Lösungsmitteln oder wässrigen Dispersionen gelöst sein. Sie bestehen aus polymerisierten Acrylester-Monomeren. Zur Erhöhung der Klebrigkeit werden Kunstharze beigemischt. Die besonderen Eigenschaften der Acrylkleber liegen in ihrer hohen Alterungs-, Temperatur- und Chemikalienbeständigkeit sowie einer weitgehenden Unempfindlichkeit gegen UV-Strahlung und Oxidation.

Adhäsion

Adhäsion nennt man unter anderem auch Klebkraft. Fachmännisch versteht man unter Adhäsion, die Kräfte welche für das Zusammenhalten verschiedener Körper verantwortlich sind. Adhäsion ist daher sogar in der Lage Wassertropfen auf einer Glasscheibe haften zu lassen. Auch die Wirkungsweise unserer Klebstoffe beruht auf Adhäsion. Natürlich hängt auch die Wirkungsweise der Adhäsion von den jeweiligen Stoffen ab.

Alterungsbeständigkeit

Alle Klebebänder altern. Sie werden daher verschiedenen Alterungstests unterzogen, um die chemisch-physikalischen Veränderung ihrer Eigenschaften zu prüfen. Diese Veränderungen müssen nicht zwangsläufig die Brauchbarkeit des Klebebands herabsetzen. Manche Kleber weisen sogar erst nach Alterung höhere Kohäsionswerte auf. Innerhalb der ersten sechs Monate sollten generell keinerlei Veränderungen messbar sein. Von guter Alterungsbeständigkeit spricht man, wenn auch nach zwölf Monaten keine negativen Auswirkungen messbar sind. Viele Klebebänder sind auch nach zehn Jahren noch voll gebrauchsfertig.

Anfangsklebkraft

Die maximale Klebkraft ist je nach Klebstoff abhängig von der Zeit nach der Verarbeitung. Eine hohe Anfangsklebkraft weisen z.B. Lösungsmittel-, Kautschuk- und Silikonkleber auf. Andere Klebstoffe, insbesondere solche auf Acryl- und Butylbasis, erreichen erst nach Stunden oder Tagen nach dem Verkleben ihre höchsten Kohäsionswerte.

B

Butylkleber

Butylkleber bestehen aus einer Mischung aus Isobutylen und Naturkautschuk mit eingelagerten Rußpartikeln. Durch Heißkalandrierung wird ein hoher Vernetzungsgrad erreicht, wodurch eine sehr gute Alterungsbeständigkeit gewährleistet wird. Zudem sind Butylkleber weitgehend unempfindlich gegenüber UV-Strahlung und Oxidation.

D

Dichte

Die Dichte beschreibt die Materialmenge im Verhältnis zu einer Volumeneinheit (siehe „Raumgewicht“). Die Angabe erfolgt im Gewicht eines Kubikmeters (=Raumgewicht). Bei Klebebändern ist nur die Dichte von Schaumstoffträgern von Bedeutung.

Dichtigkeit

Die Dichtigkeit beschreibt die Eigenschaften eines Materials, äußeren Einflüssen Widerstand entgegenzusetzen. Bei Klebebändern spielt vor allem die Dichtigkeit gegen Chemikalien (z.B. Laugen, Säuren oder Lösungsmittel), Feuchtigkeit und Gase eine große Rolle.

Dispersions-Klebstoff

Als Dispersion bezeichnet man die Feinstverteilung sehr kleiner Festkörper in Wasser. Im Klebebandbereich sind vor allem Acryl- und Acrylatkleber-Dispersionen von Bedeutung. Durch die Zugabe von Emulgatoren wird die Dispersion stabilisiert.

Durchschlagsspannung

Die Durchschlagsspannung beschreibt die Spannung, die benötigt wird, um Strom durch einen Isolator fließen zu lassen. Sie wird in Volt gemessen und spielt vor allem bei Elektroisolierbändern eine große Rolle.

E

Elektrolytischer Korrosionsfaktor

Klebebänder können auf andere Materialien eine Korrosionswirkung haben. Der elektrolytische Korrosionsfaktor beschreibt den möglichen Grad dieser Korrosion. Faktor 1 bedeutet keinerlei Korrosion. Je stärker die Korrosion, desto kleiner ist der Korrosionsfaktor.

F

Faservlies, Vlies

Faservlies besteht aus natürlichen oder synthetischen Fasern, welche nur in Längsrichtung verklebt oder verpresst werden (z.B. bei Taschentüchern). Klare Vorteile von Faservlies sind zum einen die Wasserbeständigkeit sowie die Reißfestigkeit. 

Flachkrepp

Als Flachkrepp wird Klebeband mit einem Papierträger bezeichnet. In der Regel ist dieser einseitig auf der Oberfläche lackiert oder imprägniert. Flachkrepp lässt sich um bis zu 15 Prozent seiner ursprünglichen Länge ausdehnen und lässt sich geräuschlos abrollen. Flachkrepp wird unter anderem auch als Malerband oder Malerklebeband bezeichnet da es sich hervorragend zum Abkleben bei Tapezierarbeit eignet und ideal für Farbkanten und Innenbereiche genutzt werden kann.

H

Haftvermittler

Haftvermittler oder auch Primer genannt, dienen dazu Adhäsionseigenschaften von Oberflächen zu vertiefen. Darüber hinaus unterstützen Haftvermittler die Alterungsbeständigkeit und vermeiden Feuchtigkeitsunterwanderung wie beispielsweise beim Verkleben von Glas. Wir von cardinal TAPES tragen Haftvermittler als Vorstrich vor der Kleberbeschichtung auf. Produktanfrage zu Haftvermittler.

Heißschmelzkleber

Heißschmelzkleber bestehen aus trockenen, nicht klebenden Kunstharzen. Erst bei Temperaturen von 130°C bis 180°C werden sie aufgeschmolzen und behalten nach dem Erkalten einen hohen Grad an Klebrigkeit und Klebkraft. Diese hohe Klebkraft bei Normaltemperaturen ist ein Vorteil der Hotmeltkleber. Nachteile sind hingegen eine hohe Empfindlichkeit gegenüber Temperaturen ab 40°C und UV-Strahlung. Zudem weist der Heißschmelzkleber eine geringe Alterungsbeständigkeit auf und ist unbeständig gegenüber Weichmachern. Die Weichmacherbeständigkeit kann durch Beimischung jedoch erhöht werden.

Hochkrepp

Kreppklebeband mit einem stark geleimten, in der Regel unlackierten Papierträger. Hochkrepp kann um mindestens 40 Prozent seiner ursprünglichen Länge ausgedehnt werden, somit ist das stark gestauchte Hochkreppband hervorragend geeignet um Kurven und Rundungen damit abzukleben. Unsere stark gekreppten und hochelastischen Klebebänder haften auch auf schwierigen Untergründen wie grob verputzt Wänden. Für weitere Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

I

Isolierstoffklassen

Klebebänder im Elektrobereich werden entsprechend ihrer Dauerhitzebelastbarkeit in verschiedene Temperaturbereiche (=Wärmeklassen) eingeteilt:

Klasse Y = Dauertemperaturbereich bis 95 °C
Klasse E = Dauertemperaturbereich bis 120 °C
Klasse B = Dauertemperaturbereich bis 130 °C
Klasse F = Dauertemperaturbereich bis 155 °C
Klasse H = Dauertemperaturbereich bis 180 °C

Isolierung

Teilweise oder vollständige Abschirmung eines Gegenstandes gegen elektrischen Strom sowie äußere Einflüsse wie Feuchtigkeit, Hitze, Kälte, Schall und Staub. Wie der Name schon sagt vertreiben wir für Isolieranwendungen unsere Isolierklebebänder. Bei weiteren Fragen zu unseren Isolierklebebändern helfen wir Ihnen gerne weiter, kontaktieren Sie uns einfach telefonisch oder nutzen Sie unser Kontaktformular.

K

Kalander

Kalander ist ein System aus über- oder hintereinander angeordneten schweren, meist beheizten Walzen. Sie dienen der Glättung von Oberflächen verschiedener Trägermaterialien und ermöglichen das Auswalzen von Klebern auf eine gewünschte Schichtdicke. Kalander werden zum Beispiel zur Produktion von Strapping Tape, einem Film mit höchster Reißfestigkeit, genutzt.

Kaltverschweißung

Kaltverschweißung beschreibt die einzigartige Eigenschaft von Butylkleber, auf sich selbst sowie auf nahezu jeder anderen Oberfläche sofort und nicht wieder ablösbar zu kleben. Selbst bei leicht verschmutzten und feuchten Oberflächen ist eine gute Verklebung möglich. Einzig auf silikonisierten Oberflächen ist eine Kaltverschweißung nicht möglich.

Kautschukkleber

Es gibt Natur- und Synthesekautschuk-Klebstoffe. Sie werden mit Hilfe von Harzen und Weichmachern klebrig gemacht und aus einer Lösung oder als Schmelzklebstoff verarbeitet. Kautschukkleber weisen eine hohe Anfangsklebkraft auf, besitzen jedoch die Nachteile schlechter Temperatur- und Alterungsbeständigkeit sowie mangelnder Resistenz gegen UV-Strahlung.

Kilopond (kp)

1 Kilopond ist die Krafteinheit, mit der eine Masse von 1 kg auf ihren Aufhängungspunkt wirkt. Heutzutage ist das Kilopond eine veraltete und nicht SI konforme (Internationales Einheitensystem) Einheit der Kraft. Laut gesetzlicher Regelung ist die Einheit Kilopond nicht mehr zulässig und wird durch das Newton ersetzt.

Klebkraft

Klebkraft ist die Kraft, die benötigt wird, um ein auf eine Oberfläche geklebtes Klebeband wieder abzulösen. Vergleichswerte werden durch genormte Laborversuche erzielt. Dazu wird ein 25mm breites Klebeband auf eine polierte Stahlplatte geklebt und im Winkel von 180° abgezogen. Die dazu benötigte Kraft wird in Kilopond (kp) und Newton (N) gemessen.

Klebrigkeit

Die Klebrigkeit ist ein Maß für die Fließfähigkeit eines Haftklebestoffs und beschreibt das Haftvermögen bei minimalem Andruck. Ein sich klebrig anfühlendes Material hat in der Regel keine innere Festigkeit, also keine Kohäsion. Für unebene, raue und staubige Untergründe wird jedoch häufig ein sehr klebriges Material benötigt. Die Klebrigkeit wird zum Beispiel durch den Kugeltest gemessen.

Kohäsion

Innerhalb der Klebetechnik beschreibt Kohäsion die Kraft welche den Zusammenhalt des Klebstoffes bewirkt. Darüber hinaus ist die Kraft der Kohäsion für die Zähigkeit und das Fließverhalten eines verfestigten Klebstoffes verantwortlich. Bei niedriger Kohäsion hinterlassen Klebebänder beim Abziehen Rückstände auf der vorher verklebten Oberfläche. In der Klebetechnik wird die Kohäsionskraft eines Klebstoffs mittels Kennwerten wie Reißdehnung, Temperaturfestigkeit oder Shore Härte ausgedrückt.

Korrosion

Korrosion beschreibt die Reaktion eines metallischen Materials mit seiner Umgebung, die eine Veränderung und Beeinträchtigung der Funktion des Werkstoffs zur Folge hat. Dieser Prozess beginnt auf der Oberfläche und führt schließlich zur vollständigen Zerstörung fester Materialien durch Einwirkungen von Gasen, Säuren und Laugen.

Kugeltest

Der Kugeltest wird zur Ermittlung der Klebrigkeit verwendet. Dazu wird eine Stahlkugel von einer schiefen Ebene auf die Kleberseite gerollt. Je klebriger der Klebstoff ist, desto kürzer ist der zurückgelegte Weg der Kugel.

L

Lagerbeständigkeit

Die Lagerbeständigkeit beschreibt die Zeit zwischen der Herstellung eines Klebstoffes oder Klebebandes bis zu dem Zeitpunkt, an dem das Material bei bestimmten Lagerbedingungen (z.B. Temperatur, Feuchtigkeit) verarbeitet werden kann.

Laminat

siehe „Verbundmaterial“

M

Mµ (µ)

Der 12. Buchstabe des griechischen Alphabets. Als Präfix bedeutet µ ein Millionstel, beispielsweise 1µm = 1 Millionstel Meter = 1 Tausendstel Millimeter.

N

Newton (N)

1 Newton ist die Kraft, die eine Masse von 1 kg mit einem Meter pro s² beschleunigt. Newton gehört zu einem internationalen Einheitensystem, welche die Maßeinheit für die physikalische Größe von Kraft erklärt. Da das Newton (N) lediglich eine abgeleitete Einheit wiedergibt kann sie auch durch gängige Basiseinheiten wie z.B. Kilogramm (kg), Meter (m) oder auch Sekunde (s) wiedergegeben werden.

O

Opak

Das Gegenteil von Transparenz ist die sogenannte Opazität, diese dient in der Physik als Maß für die Lichtundurchlässigkeit von Materialien und Schichten. Somit bezeichnet opak die Undurchsichtigkeit unserer Bänder und ist vor allem bei UV-beständigen Bändern von Bedeutung. Unsere Papierbänder erhalten durch die Zugabe von Füllstoffen oder höheren Holzanteil eine höhere Opazität. Bei weiteren Fragen bezüglich der Opazität unserer Klebebänder beraten wir Sie gerne persönlich.

P

PA-Film, Polyamid-Film

PA-Filme besitzen eine sehr hohe Hitzebeständigkeit und sind extrem reißfest. Hinzu kommt eine gute Abriebbeständigkeit, wie beispielsweise bei Klebebändern mit PA-Gewebe und PA-Velour, welche der höchsten Abriebklasse (gemäß LV 312) angehören. Polyamid-Filme kommen häufig in der Elektroindustrie zum Einsatz.

PE-Folien, Polyethylen-Folien

Polyethylen ist ein thermoplastischer Kunststoff. PE-Folien sind weich und extrem dehnfähig. Sie besitzen eine hohe Dichtigkeit, jedoch eine geringe Reißfestigkeit. Polyethylen ist sehr empfindlich gegen UV-Strahlung und verrottet im Tageslicht ohne Rückstände zu hinterlassen. PE-Folien sind resistent gegen Lösungsmittel. Sie finden ihren Einsatz z.B. bei der Herstellung von schwach haftenden Schutzfolien, Elektroisolierbändern und Korrosionsschutzbändern.

PET-Film, Polyester-Gewebe

PET steht für Polyethylenterephthalat, ist ein thermoplastischer Kunststoff und zählt zu den Polyestern. PET-Film ist selbst bei einer geringen Dicke von 0,025 mm sehr reiß- und einreißfest und weist eine hohe Abriebfestigkeit auf. Zudem sind Polyester-Gewebe weitestgehend beständig gegen hohe Temperaturen, Laugen, Säuren, Öle sowie zahlreiche Lösungsmittel und Chemikalien. PET-Filme werden vor allem in den Siebdrucktechnik und dem Elektrosektor verwendet.

PI-Film, Polyimid-Film

Polyimide sind Hochleistungskunststoffe. PI-Filme sind extrem temperatur-, chemikalien- und strahlungsbeständig. Sie sind hellbraun gefärbt und besitzen gute Isoliereigenschaften, weshalb sie vor allem im Bereich der Elektrotechnik als Lötabdeckung in der Fertigung oder als temperaturfeste Isolierung von elektronischen Geräten eingesetzt werden. 

Polyurethan, PU, PUR

Polyurethane sind bestimmte Kunststoffe oder Kunstharze, welche vor allem als PU-Schaum eine große Rolle spielen. Die Eigenschaften können je nach Herstellung stark zwischen dauerelastischem Weichschaum (z.B. Küchenschwämme) und hartem Montageschaum variieren. PU-Schaum kann beispielsweise als Träger für Spiegelfolie dienen. Zudem werden stark dehn- und reißfeste PU-Filme hergestellt

PP-Film, Polypropylen-Film

Polypropylen ist ein sog. Thermoplast, ein Kunststoff, der in einem gewissen Temperaturbereich verformbar ist. PP-Folien werden vor allem als Verpackungsbänder genutzt. Sie sind beständig gegen Laugen, Säuren und Lösungsmittel, jedoch sehr UV-empfindlich.

PVC-Folie, Polyvinylchlorid-Folie

PVC ist ein thermoplastischer Kunststoff, welcher durch Zugabe von Weichmachern und Stabilisatoren formbar gemacht werden kann. PVC-Folien dienen häufig als Träger für Klebebänder. Aufgrund ihrer hohen Beständigkeit gegen UV-Strahlung finden PVC-Bänder im Außenbereich eine große Verwendung. Da sie zudem flammhemmende Eigenschaften besitzen und gute Durchschlagswerte aufweisen, werden sie vielfach als Elektroisolierbänder eingesetzt. Als Hart-PVC-Folien sind sie sehr reißfest und gut bedruckbar, weshalb sie häufig im Verpackungsbereich verwendet werden.

R

Raumgewicht

Das Raumgewicht wird in kg/m³ angegeben und beschreibt das Materialgewicht pro Kubikmeter (siehe „Dichte“).

Reißfestigkeit

Die Reißfestigkeit gibt an, welche Kraftbeanspruchung notwendig ist, damit ein Klebeband reißt. Der Wert wird auf die Bandbreite bezogen und somit in Newton pro cm (N/cm) angegeben. Zur Ermittlung der Reißfestigkeit wird eine Zugprüfmaschine verwendet, in welche die beiden Enden eines Klebebandes eingespannt und in entgegengesetzte Richtungen gezogen werden.

Rückstellvermögen

Das Rückstellvermögen beschreibt die Eigenschaft eines flexiblen Materials, nach einer Ausdehnung wieder die ursprünglichen Maße anzunehmen. Das Rückstellvermögen ist vor allem bei PP-Folienträgern und Dichtstoffen von großer Bedeutung.

S

Silikonisieren

Silikonverbindungen sind nichtmetallisch und werden in Lösungsmitteln oder Dispersionen gelöst. In diesem Zustand werden sie auf Papieren oder Folien aufgebracht und anschließend vernetzt. Silikonisierte Oberflächen sind so glatt, dass kein gebräuchlicher Kleber auf ihnen haften kann. Es sind spezielle Silikonkleber nötig. Vor allem im Bereich doppelseitiger Klebebänder sind silikonisierte Papiere von großer Bedeutung.

Silikonkleber

Silikonkleber haften als einziger Klebstoff, wie der Name schon verrät, auf silikonisierten Oberflächen. Darüber hinaus überzeugen sie besonders durch ihre Temperaturbeständigkeit sowie durch ihre beeindruckende Witterungs- und Alterungsbeständigkeit. Das führt dazu, dass sich Silikonkleber hervorragend zum Verkleben für dauerhafte Anwendungen eignen, welche besonders elastisch und flexibel sein müssen. Sie bestehen aus synthetisierten Polymeren und besitzen gummiähnliche Eigenschaften (Elastomere). Silikonkleber sind extrem temperaturbeständig, sowohl gegen Kälte als auch gegen Hitze. Für weitere Infos können Sie uns gerne telefonisch kontaktieren.

Spleiß

Spleiß bedeutet so viel wie Klebe- oder Flickstelle. Die Bezeichnung ist vor allem in der Folien-, Papier- und Pappindustrie bei der Endlosmachung von Papier- und Folienbahnen gebräuchlich. Sie haben noch Fragen zum Thema Spleiß? Kontaktieren Sie uns telefonisch und wir beraten Sie.

T

Teleskopieren

Teleskopieren meint die seitlich trichterförmige Verschiebung eines Klebestoffes über den Rollenkern hinaus. Diese Deformation kommt häufig durch den inneren Druck des Klebebandes zustande, welcher eine Folge von falschen Lagerungs- und Transportbedingungen sowie zu strammer Wicklung sein kann. Die Klebereigenschaften sind dadurch in der Regel nicht beeinflusst.

Temperaturbereich

Der Temperaturbereich gibt an, bei welchen Temperaturen eine Verklebung noch hält. Häufig nimmt mit steigenden Temperaturen auch die Klebrigkeit eines Klebers zu, wohingegen die Klebkraft sinkt. Bei fallenden Temperaturen sinkt die Klebrigkeit entsprechend. Die Klebkraft steigt jedoch nur im Bereich mittlerer Temperaturen um ca. 20-25°C, weshalb kühl gelagerte Klebebänder vor der Verarbeitung oftmals erst auf Raumtemperatur erwärmt werden müssen (siehe „Verarbeitungstemperatur“).

Trennlage

Die Trennlage liegt zwischen den einzelnen Klebebandlagen und verhindert ein ungewolltes Verkleben dieser einzelnen Lagen. Häufig werden hierzu ein- oder doppelseitig silikonisierte Papiere oder Folien verwendet. Wenn silikonisierte Materialien nicht eingesetzt werden können, werden in der Regel geprägte Folien verwendet, bei denen die Auflagefläche gering ist und somit ein Ablösen des Klebebandes leicht möglich ist.

U

UV-Strahlung

UV-Strahlen sind Teil des Sonnenlichts und sind Auslöser zahlreicher chemischer Reaktionen. Die molekulare Kleberstruktur kann im Extremfall innerhalb weniger Minuten zerstört werden, weshalb UV-empfindliche Kleber unbedingt dunkel gelagert werden müssen. Besonders anfällig sind Heißschmelzkleber und Kautschukkleber. Butyl- und Acrylkleber hingegen sind sehr beständig gegen UV-Strahlen. Bei letzteren kann UV-Strahlung sogar gezielt eingesetzt werden, um die chemische Stabilität durch Vernetzung zu erhöhen.

V

Verarbeitungstemperatur

Die Verarbeitungstemperatur beschreibt die optimale Temperatur, bei der eine Verklebung erfolgen sollte. In der Regel liegt dieses Optimum nahe der Raumtemperatur zwischen 10°C und 30°C. Natürlich hängt die Verarbeitungstemperatur von dem jeweiligen Klebeband ab und man sollte sich vorab bei einem Fachmann über die richtige Temperatur informieren. Gerne helfen wir Ihnen bei fachlichen Fragen rund um die Klebetechnik weiter.

Verbundmaterial

Ein Verbundmaterial ergibt sich durch unlösbare Zusammenfügung verschiedener Träger. Verbundwerkstoff bezeichnet einen Werkstoff welcher aus mindestens zwei verbundenen Materialien besteht, die Materialien besitzen unterschiedliche Werkstoffeigenschaften und ergänzen sich somit optimal. Die Kombination der einzelnen Eigenschaften ergibt dann einen optimal geeigneten Gesamtträger.

Vernetzung

Die Vernetzung dient der Beeinflussung von Adhäsion und Kohäsion sowie verschiedener chemischer und thermischer Eigenschaften eines Klebstoffes. Der Vernetzung liegen chemische Veränderungen zur Vernetzung von Molekularketten zugrunde, durch welche sich die dreidimensionale Struktur eines Stoffes ergibt.

W

Wärmehärtend

Bei wärmehärtenden Klebstoffen nehmen die Härte und die Klebkraft eines Klebers durch Hitzeeinwirkung zu. Solche Stoffe finden z.B. in der Elektrotechnik bei der Herstellung von Kondensatoren ihren Einsatz.